Die Katastrophe von Japan: Zäsur für die Nutzung der Kernenergie
Die Klima-Allianz, das breite gesellschaftliche Bündnis aus insgesamt über 110 Umwelt- und Entwicklungsorganisationen, Gewerkschaften und Kirchen, trauert um die Opfer der Katastrophe in Japan und nimmt Anteil an dem schweren Schicksal aller davon Betroffenen. "In diesen Stunden und Tagen sind wir mit unseren Gedanken beim ganzen japanischen Volk und hoffen, dass durch die Gefahren einer Kernschmelze nicht eine noch unvorstellbarere Tragödie droht", so Thomas Hirsch, Brot für die Welt, Mitglied der Klima-Allianz.
„Die überwiegende Mehrheit in Deutschland, dies bestätigen alle aktuellen Umfragen, lehnt die Nutzung der Kernenergie ab. Auch und gerade in den Kirchen fordern die Menschen eine nachhaltige Energiepolitik, die konsequent auf den Ausbau der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz setzt“, erklärt Klaus Breyer (Evangelische Kirche Westfalen, Mitglied der Klima-Allianz). "Es wäre es zynisch die Meiler nur vorübergehend abzuschalten und sie danach wieder in Betreib zu nehmen. Die Bundesregierung sollte den Mut finden und umgehend mit allen gesellschaftlichen Gruppen beginnen, ein neues Energiekonzept für Deutschland zu entwickeln, dass ohne Kernenergie, den Anforderungen des Klimaschutzes und der Versorgungssicherheit gerecht wird. Der unbeherrschbaren Kerntechnik muss dauerhaft und endgültig eine Absage erteilt werden. Dies ist auch eine Chance für den Klimaschutz.“
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