Auf dem Weg nach Kopenhagen
Bielefeld/Westfalen. Die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) wird sich bei der Bundesregierung nachdrücklich dafür einsetzen, dass Deutschland „eine deutlich aktivere Führungsrolle in den Klimaverhandlungen einnimmt“, damit die UN-Klimakonferenz in Kopenhagen ein Erfolg wird. Das hat die Synode als höchstes Entscheidungsgremium am Freitag (13.11.) in Bielefeld beschlossen.
Die 15. Vertragsstaatenkonferenz der Klimarahmenkonvention, die vom 7. bis 18. Dezember 2009 in Kopenhagen stattfindet, sei eine der letzten Möglichkeiten, wirkungsvollen Klimaschutz dauerhaft völkerrechtlich zu verankern, heißt es in dem Beschluss. „Der Erfolg dieser Konferenz steht auf des Messers Schneide“, warnte der Leiter des Instituts für Kirche und Gesellschaft, Klaus Breyer. Klimaschutz sei weit mehr als nur die Lösung eines ökologischen Problems. Klimaschutz sei die Voraussetzung für faire Entwicklungschancen besonders für die Menschen des Südens und nachfolgende Generationen. Die Synode, die noch bis Freitag tagt, bekräftigt den Aufruf der internationalen Initiative „Countdown to Copenhagen“, zu der sich Kirchen und Entwicklungsorganisationen aus Europa, Afrika, Asien und Amerika zusammengeschlossen haben.
Die Initiative fordert eine gerechte internationale Lastenverteilung. Die armen Länder müssten bei der Anpassung an die verheerenden Folgen des Klimawandels unterstützt werden. Und sie bräuchten Hilfe beim Aufbau ihrer nachhaltigen Energieversorgung. Die Synode empfiehlt allen Kirchenmitgliedern die Teilnahme an der Unterschriftenaktion „Countdown to Copenhagen“.
Die westfälische Kirche stellt aber nicht nur Forderungen, sondern fängt auch bei sich selbst an. Das umfassende Umweltmanagement „Grüner Hahn“ hilft Gemeinden und kirchlichen Einrichtungen, systematisch Energie zu sparen und die Umwelt zu schonen.
Vor einem Jahr hatte diese Synode ein umfassendes Energiespar- und Klimakonzept 2020 für die EKvW beschlossen, das jetzt ausdrücklich bekräftigt wurde. Sie setzte sich dabei die gleiche Zielmarke wie die Bundesregierung: 40 Prozent weniger Kohlendioxid-Ausstoß bis 2020 auf der Basis von 1990.
Mit dem Projekt „Zukunft einkaufen“ nutzen Kirche und Diakonie ihre Marktmacht, um ökologisch verträgliche und fair gehandelte Produkte zu unterstützen.


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