FAQ

Wie verläuft eine Zertifizierung des Grünen Hahns?

Der erste Schritt ist der Presbyteriumsbeschluss. Es benennt eine/n Umweltmanagementbeauftragte/n und ein Umweltteam wird gegründet. Als nächstes werden allgemeine Umweltleitlinien formuliert. Es wird eine Umweltbestandsaufnahme durchgeführt und die Verantwortlichkeiten für die Durchführung der geplanten Maßnahmen, regelmäßige Erfolgskontrollen und die systematische Weiterentwicklung des Umweltschutzes geregelt. Nach einer Erprobungszeit werden erneut die wichtigsten Daten und Ergebnisse zusammengetragen, bewertet und gegebenenfalls neue Umweltschutzmaßnahmen eingeleitet. Eine Umwelterklärung macht Erfolge gegenüber der Gemeinde und der Öffentlichkeit transparent. Nach erfolgreicher Einführung besteht für die Kirchengemeinde die Möglichkeit, sich zertifizieren zu lassen. Hiernach schließt sich ein neuer Managementzyklus an.

Wie hoch sind die durchschnittlichen Einsparungen, die mithilfe des Grünen Hahns erreicht werden?

Der Verbrauch und damit die Umweltbelastungen konnten durch den Grünen Hahn laut unserer Auswertung von Verbrauchszahlen signifikant reduziert werden – und das überwiegend durch ein verändertes Nutzerverhalten oder durch geringinvestive Maßnahmen. Bei Wärmeenergie lagen die Einsparungen innerhalb von 10 Jahren bei etwa 32%, bei Elektrischer Energie bei 48%.

Wieviel Zeit steckt in der Zertifizierung einer Kirchengemeinde?

Ein Zertifizierungszyklus dauert in etwa ein Jahr, wobei der tatsächliche individuelle Zeitaufwand der Beteiligten sehr unterschiedlich ausfällt.

Was kostet eine Zertifizierung?

Eine Zertifizierung kostet i.d.R. 450€ für Kirchengemeinden, für größere Einrichtungen entsprechend mehr.

Wer kann sich zertifizieren lassen und wie?

‚Der Grüne Hahn‘ richtet sich an Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen und Unternehmen.

Warum sollte sich meine Gemeinde zertifizieren lassen?

Beim Umweltmanagement sind alle eingeladen, sich zu beteiligen. Talente, Wissen und Können sind gefragt, wodurch ein neues Wir-Gefühl entsteht. Zudem ist Umweltmanagement betriebswirtschaftlich wichtig und ökologisch bedeutsam.

Was ist das „Kirchliche“ am kirchlichen Umweltmanagement?

Eine Kirche, die Sparsamkeit predigt und Ressourcen verschwendet, mehr Umweltschutz von Industrie und Politik einfordert und gleichzeitig im eigenen Bereich wenig sorgsam mit Gottes Schöpfung umgeht, er-leidet auf Dauer einen Glaubwürdigkeitsverlust. Umweltmanagement ist ein systematischer Weg vom Reden zum Tun. Es stärkt die kirchliche Glaubwürdigkeit nach in-nen und außen und schafft motivierende, beteili-gungsorientierte Formen der Zusammenarbeit.

Was ist Energiemanagement / Umweltmanagement?

Zweck eines Umweltmanagements ist es, Arbeitsabläufe in Unternehmen so zu organisieren, dass nicht nur der gesetzlich geforderte Umweltschutz eingehalten, sondern eine kontinuierliche Verbesserung der betrieblichen Umweltauswirkungen erreicht wird. Das Energiemanagement beschränkt sich dabei auf Wärmeenergie und Stromverbräuche.